Entflieh’ mit mir

Entflieh’ mit mir…  zu einer kleinen musikalischen Reise!

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Felix Mendelssohn Bartholdy (1807-1847)
Drei Volkslieder
Texte: Heinrich Heine (1797-1856)

Nr. 1  Entflieh’ mit mir
Nr. 2  Es fiel ein Reif
Nr. 3  Auf ihrem Grab

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Entflieh‘ mit mir

Entflieh‘ mit mir und sei mein Weib,
und ruh‘ an meinem Herzen aus;
in weiter Ferne sei mein Herz
dir Vaterland und Vaterhaus.

Und fliehst du nicht, so sterb‘ ich hier,
und du bist einsam und allein;
und bleibst du auch im Vaterhaus,
wirst doch wie in der Fremde sein.

Es fiel ein Reif

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,
er fiel auf die bunten Blaublümelein,
sie sind verwelket, verdorret.

Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb,
sie flohen heimlich von Hause fort,
es wusst‘ weder Vater noch Mutter.

Sie sind gewandert hin und her,
sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
sie sind gestorben, verdorben.

Auf ihrem Grab

Auf ihrem Grab da steht eine Linde,
drin pfeifen die Vögel und Abendwinde,
und drunter sitzt auf dem grünen Platz
der Müllersknecht mit seinem Schatz.

Die Winde weh’n so still und so schaurig,
die Vögel singen so süss und so traurig,
die schwatzenden Buhlen, sie werden stumm,
sie weinen und wissen selbst nicht warum.

Ja, „Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht“…
Völlig unerwartet(…?) brach es den freien Weg in die glückliche Zukunft.
Diese unerwartete „Strich durch die Rechnung“ durch Natur und Schicksal hat Menschen immer beschäftigt.

die ältere Version dieses
Volkslieds