Michel Petrucciani, der jüngste Sohn eines aus Napoli stammenden Jazz-Gitarristen Tony Petrucciani und dessen französischer Frau Anne, leidete unter der angeborenen Glasknochenkrankheit. Seine Begabung erkannte sein Vater und unterrichtete ihm an das Klavier noch vor Schulalter. Da er nicht zur Schule gehen konnte, sandeten ihm Schullehrer Kassetten nach hause mit Unterrichtsmaterial, die er aber nie gehört hat, sondern darauf Musik gespielt hat… auch gut!
Petrucciani gehörte zu den größten Jazz-Pianisten seinerzeit. Hier fängt er als Zugabe mit dem „Bésame mucho, in lyrisch-melancholische d-moll, um es zu seinem „Looking Up“ positiven E-Dur Strahl umzuwandeln.
Looking up!
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Bésame mucho (Consuelo Velázquez) & Looking Up (Michel Petrucciani)
Michel Petrucciani – Klavier Jazz in Marciac, 1996, Zugabe
Petrucciani starb 1999 an einer Lungenentzündung und wurde in dem berühmten Pariser Friedhof Père-Lachaise begraben, unweit von Frédéric Chopin.
Beim spielen wendet er sein Blick tatsächlich immer nach Oben – looking up!
Die nüchterne Erklärung war, dass es sonst Atemprobleme beim spielen hätte. Mit seinem gleichnamigen Komposition sagte er vielleich:
„Ich hebe meine Augen auf“…
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